|
newsletter verkehrspsychologie - Über den Tellerrand - Norwegen |
|
|
Über den Tellerrand geblickt - Norwegen aus der nlvp 1/2007 von Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn, Hamburg, www.nlvp.de In dieser Rubrik werden Informationen über die Verkehrspsychologie in anderen Ländern Europas vorgestellt. Gerade für diesen Punkt bin ich auf die Mitarbeit anderer Kollegen angewiesen, um die Vernetzung speziell von freiberuflich arbeitenden Kollegen europaweit voranzutreiben. Diese Informationen sind ein subjektiv gefärbter Ausdruck – subjektiv auch deshalb, weil ich viel in Norwegen bin und einige Probleme des Landes über Nachrichten, Zeitungen etc. selbst mitbekomme. Was mich immer wieder beeindruckt, ist die Tatsache, dass praktisch jeder schwere Unfall in den Nachrichten (dagsrevyen – entspricht etwa unserer Tagesschau) gemeldet wird. Die Tatsache, dass in Norwegen 2006 das erste Mal seit 4 Jahren ein Anstieg der Verkehrstoten zu beobachten war (von 424 auf 442 bei gut 4 Millionen Einwohnern), fand sogar als Aufmachermeldung Eingang in die norwegische Tagesschau. Nach meinen Eindruck gibt es intensive Versuche, Unfälle zu minimieren (so z.B : www.vegvesen.no/servlet/Satellite?cid=1162372675909&pagename=engelsk%2FPage%2FSVVsubSideInnholdMal&c=Page ), aber der Schwerpunkt liegt auf eher technischen Maßnahmen (Trennung von Fahrbahnen, Alco-Lock-Systeme, Reflektoren für Fußgänger). Einen guten Überblick für norwegisch-lesende gibt die Suche mit www.google.no und den Stichworten trafikk psykologi: www.tryggtrafikk.no oder www.vegvesen.no und www.toi.no mit Grundinformationen in Englisch. Es gibt einen interessanten Ansatz von freiwilligen Kursen für ältere Kraftfahrer, die ihr Wissen auffrischen wollen – nach einem TV-Bericht wird sinnvollerweise besonders darauf geachtet, dass nicht defizitorientiert gearbeitet wird. Es gibt nach meinem ersten Eindruck sehr viele Überlegungen und Kampagnen für die Verkehrerziehung, aber offenbar wenig Modelle für die Verhaltensänderung verkehrsauffälliger Fahrer. Es gibt für ein sehr spezifisch norwegisches Problem, nämlich Überlegungen, wie das Schnee-Scooter-Fahrern sicherer gemacht werden kann eine extra Absatz im nationalen Verkehrssicherheitsplan bis 2015. Und schließlich gibt es auch in Norwegen Menschen, die ganz aufs Auto verzichten. Ein Mitarbeiter der staatlichen Baubehörde, Herr Alf Martin Hannsen hat meine Frau und mich interviewt – der Artikel ist zu finden unter www.borettslag.net/lindebergskogen/include/default_template.asp?Table=Article&Key=15947 |
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an:
redaktion@nlvp.de
|