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newsletter verkehrspsychologie - fit-to-drive-Kongresse |
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fit-to-drive Kongresse 2006 und 2007 – Fortschritt oder Rückschritt? aus der nlvp 1/2007 von Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn, Hamburg, www.nlvp.de Der erste fit-to-drive Kongress fand letztes Jahr in Berlin statt. Ursprünglich vom VdTÜV initiiert, gelang es, ihn von der Organisation her breiter zu verankern, indem in die Planung auch die Steuerungsgruppe des Runden Tisches einbezogen wurde. Die Ergebnisse sind veröffentlicht: http://www.fit-to-drive.com/2006/publications/index.html. Dieses Jahr findet der zweite Kongress in Wien statt: www.fit-to-drive.com. Vergleicht man die beiden Einladungen bzw. Programme, dann bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Auf der einen Seite ist das neue Programm besser strukturiert. War es beim ersten Kongress noch ein recht unverbundenes Nebeneinander verschiedener Ansätze aus Europa und Übersee aus den Bereichen Verkehrspsychologie, Verkehrsmedizin, Recht und Verkehrspädagogik, so ist das Programm jetzt klarer strukturiert um die Frage, wie wird auf verschiedenen Felder um Bereich „Fahreignung“ in den einzelnen Ländern gearbeitet. Beispielhaft wird das an den 6 Vorträgen deutlich, die nacheinander das Punktesystem in der Tschechischem Republik, Dänemark, Österreich, Frankreich, Deutschland und Ungarn darstellen. Erfreulich ist auch der von 470,-- auf 350,-- € gesunkene Teilnehmerbeitrag. Negativ fällt auf, dass die verhaltensändernde Maßnahmen einen wesentlich kleineren Bereich einnehmen als beim letzten Kongress. Die schlägt sich nicht nur in der Tatsache nieder, dass als Veranstalter nur noch die großen Träger von Begutachtungsstellen (VdTÜV, TÜV Nord, TÜV Süd, Dekra) auftauchen und kleinere Verbände (wie AVUS, Sektion, BNV etc.) als Unterstützer nicht mehr genannt werden, dies zeigt sich auch darin, dass im Programm explizit therapeutisch orientierte Maßnahmen nicht mehr auftauchen, damit setzt sich die im Modell PASS (siehe Artikel in diesem Newsletter) zu beobachtende Verengung des Ansatzes einer Verkehrspsychologie in Europa auf den Bereich Fahreignungsuntersuchung und standardisierte Gruppenmaßnahmen fort. Positiv zu vermerken ist, dass den Problemen älterer Kraftfahrer der ihnen gebührende Raum eingeräumt wird. Interessant wird sicher der Vortrag von Herrn Horst Ziegler vom TÜV Hessen sein: „Evaluierung der medizinisch-psychologischen Untersuchung in Deutschland“, die bei einem solchen Vorhaben auftretenden Probleme werden im nächsten newsletter Thema sein. Insgesamt also gibt es (neben der interessanten Stadt Wien ...) gute Gründe, den Kongress zu besuchen und zumindest in den Diskussionen für die europäischen Kongressteilnehmer deutlich zu machen, dass es in Deutschland differenzierte, gut vernetzte, erfolgreiche therapeutisch orientierter Einzelmaßnahmen gibt, die in hohem Maße zur Verkehrssicherheit beitragen können. Ein vorgeschlagener Vortrag zu diesem Thema wurde leider nicht angenommen. |
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